Warum Männer die Lust verlieren
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Aktualisiert: vor 1 Tag

«Alle anderen Männer wollen Sex. Nur meiner nicht».
Tabuthema: Wenn der Partner keinen Bock hat.
𝟰 𝗧𝗶𝗽𝗽𝘀 + 44 Hintergründe (viele betreffen auch Frauen die im Bett Lustlos sind)
Ja, es gibt auch Frauen, die unter unfreiwilligem Sexentzug durch den Partner leiden.
Pro Monat melden sich meist mehrere Frauen bei mir.
Und sie suchen Hilfe.
Und ja, es sind attraktive Frauen.
Sie fragen sich, ob sie kaputt sind.
Und nein, es sind keine Nymphomaninnen.
Libidoverlust kann man also nicht alleine der weiblichen Anatomie zuschreiben - was ich persönlich nicht als Hauptauslöser für Intimitätsverlust sehe, sondern als mögliche Befeuerung dessen, um Nein zu sagen.
Die Frauen zweifeln an ihrer Attraktivität, die ohnehin schon in einem Mass verglichen wird, das Männern sich niemals im Traum einfallen würde.
Sie haben Angst vor dem Alter: weil jede Frau weiss, jede andere Frau ist eine potenzielle Gefahr.
Selbst beim Mann mit null Bock auf Kuscheln.
Bei Filmen herrscht dann eben doch oft der Angelina-Jolie-Effekt: Kaum tritt eine sehr selbstbewusste, attraktive Frau auf, stockt der Mann und sein Hirn schaltet auf Naturmodus.Und das macht den Frauen Angst.
Sie wird verschmäht, die andere aber erhält die Aufmerksamkeit.
Sei es an der Gartenparty, wo er plötzlich ganz natürlich in einen Redeschwall kommt, den die Ehefrau zuhause in einem Monat zusammengezählt nicht so oft von ihm hört,der charmant ihr alle Teller und Gläser hinterherträgt und der gut gelaunt bis spät abends an der Party sitzt, vertieft in guten Gesprächen.
Sie? Sie kann sich nur lau an solche Aufmerksamkeit erinnern. Damals, als sie verliebt und kinderlos waren. Und aus Notwendigkeit noch, als sie im 9. Monat hochschwanger kaum die Schuhe alleine anziehen konnte. Aber charmant war er da nicht mehr.
Was tun als Frau, die vom Mann gefühlt von der Bettkante geschubst wird?
Im Prinzip das Gleiche wie beim Mann, der verschmäht wird:
An der inneren Haltung arbeiten, sodass die eigene Bedürftigkeit nicht zur Unterlegenheit wird.
Sich seines Wertes bewusst werden.
Klären, wo der Respekt geblieben ist.
In Kommunikation gehen. (Spoiler: Einsilbige Antworten oder Schulterzucken gelten nicht als Gespräch.)
Was zu Libidoverlust beim Mann führen kann? Lies es weiter unten.
Und wer will, kann in meinem Gentlemen’s Wissensarchiv (auch für Ladies) mit über 200 Videos dazu schauen. Kostenfrei. 7 Tage. Ohne Abofalle oder private Adressdaten.
Warum Männer unter #Libidoverlust leiden? Mögliche Gründe:
Zu viel im Kopf: Karriere, Fakten, Strategien. Aber weit, weit weg von sich selbst. Erfolgsdenken und andauernder Denkantrieb sind nichtunbedingt förderlich für zweisame Stunden.
Verantwortung: Die unsichtbare Last für Heim, Hof und Familie. Karriere, die laufen muss, Auto, das funktionieren soll, Alltag, der gerockt wird. Und alle schauen, ob der Mann liefert. Ist ein Mann arbeitslos, gilt er insgeheim als Loser.
Bodyshaming: Ja, auch Männer schämen sich für ihren Körper. Sixpack bedeutet heute eher Bierdosenformat, den besten Freund sieht er wenn dann nur noch im Spiegel. Aber auch Erektionskraft, Winkel und Ausdauer sind Themen, die den Mann von seiner Lust fernhalten können. Genauso können Männerbrüste (Lipomastose oder Gynäkomastie) zu Unwohlsein und verminderter wahrgenommener Attraktivität führen. Hier fidnest du in Sektion 1 ein Experteninterview mit Dr. Heike Arnold zum Thgema "Erotik und Männerbusen.
Erwachsenenfilmkonsum: Ja, wer zu viele Pornos schaut, kann seine Lust auf die Partnerin verlieren, aber genauso exzessives Gaming bis spät in die Nacht (Stichwort gestörter Schlafrhythmus), TV- und Social-Media-Konsum und natürlich Substanzen wie Zucker oder härtere Drogen. Manche befeuern, manche lassen die Lust verstummen.
Ernährung: Je nach Nahrungsmitteln kann die Lust gehemmt werden. (Im Wissensarchiv habe ich ein Webinar gierzu aufgezeichnet und führe hierzu demnächst ein Interview hierzu.)
Bewegungsmangel: Wer sich zu wenig bewegt, verliert an Testosteron und anderen Botenstoffen.
Frischluftmangel: Das Hirn schläft ein. Wer zu wenig frische Luft hat, dessen Hirn läuft in etwa so sauber wie eine Aircondition in einem jamaikanischen Auto mit Rostboden. Also kaum noch. Also nutzt er die restliche verbliebene Hirnleistung für Arbeit und Sportschau. Weil wichtig.
Sexuelle Umorientierung: Vor Generation Z war die Lust auf Männer als heterosexueller Mann ein Tabu. Doch ich erlebe viele Männer über 40, die feststellen: „Mal etwas mit einem Mann zu sehen oder zu erleben würde mich reizen.“ Und dieser Gedanke kann erschrecken. Kleiner Insidertipp: Meine persönliche Erfahrung zeigt, dass jeder Mann, der sich im gesunden Rahmen ausprobiert, im Bett mit einer Frau besser wurde.
Die Lust auf die eigene Frau verloren: 08/15-Sex, aber genauso übermotivierte Fantasien der Partnerin können die Lust versiegen lassen. Er muss leisten: ihre Lust anfachen, seine beherrschen. Erektion zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Härte, in der richtigen Dauer. Stösse tief genug, aber nicht zu tief. Genauso beim Oralverkehr. Und dann die Bewegungen in ihrem Rhythmus und in der Bewegungsrichtung, die sie lustvoll erleben lässt. Sein Orgasmus darf nicht zu früh, aber auch nicht zu spät kommen. Und dass jeder Mann in der Frau kommt – das ist ebenso ein Pornomärcchen.
Andropause: Was bei der Frau die Achterbahn namens Menopause ist, ist beim Mann die Andropause. Der Körper verändert sich, Hormone laufen anders, der Mann tickt anders. Und so kann die Lust auch beim Mann, der üblicherweise 10x mehr Testosteron als die Frau hat, abnehmen.
Prostatathemen: Medikamente, OPs und Beschwerden mit der Prostata sowie Harndrang und Blasenschwäche können Gründe für weniger Lust sein.
Hypo-Hyper: Eine hyper- bzw. hypotone Beckenbodenmuskulatur kann die Lust verändern. Wessen Muskulatur im Beckenbereich, also vor allem die drei Muskelschichten im Genitalbereich, überspannt oder zu lasch ist, der hat ggf. ein verändertes Körperbewusstsein. Das Paradoxe: Ein Mensch kann zeitgleich verspannt sein und zu wenig Muskelkraft in einer Körperregion aufweisen.
Lost: Viele Männer schleppen den Körper einfach mit. Der Kopf rattert, aber der Körper dient maximal für Sport. Von Herzen reden wir schon gar nicht. Männer, die an Libidoverlust leiden, sind meist nicht mit sich verbunden – in einem starken Ungleichgewicht von Körper, Geist und Seele.
Zähneknirschen, Kopfschmerzen, verspannter Rücken, Fussprobleme und Atemschwierigkeiten: Ja, das alles hängt indirekt mit Sex zusammen. Da die Muskulatur, Faszien und andere Gewebe direkt oder indirekt miteinander verbunden sind, kann z. B. Zähneknirschen ein Anzeichen für eine verspannte Muskulatur im Becken- oder Genitalbereich sein. Wessen Leitungen überspannt sind, dessen Leitungen funktionieren nicht mehr ordentlich. Und so kann die Lust abnehmen.
Die „Mutter-Falle“ (Psychologisch): Ein riesiger Libido-Killer in Langzeitbeziehungen. Der Mann nimmt die Frau nur noch als Mutter seiner Kinder oder als Haushalts-Managerin wahr. Wenn sie ihn zusätzlich „bemuttert“, stirbt die sexuelle Spannung. Man schläft nicht mit seiner „Mutter“.
Medikamentöse Nebenwirkungen (Physisch): Neben Prostatamitteln gibt es zwei grosse Übeltäter:
- Antidepressiva (SSRIs): Diese führen oft zu massiver Libidosenkung und Orgasmusverzögerung.
- Blutdrucksenker: Viele Männer über 40 nehmen diese, ohne zu wissen, dass sie die Erektionsqualität beeinflussen können.
Chronische Entzündungen & Insulinresistenz (Biochemisch):
- Silent Inflammation: Chronische Entzündungen im Körper (oft durch Stress und schlechte Ernährung) senken den Testosteronspiegel massiv.
- Bauchfett: Das viszerale Fett (der „Bierbauch“) ist ein Hormondrüsen-Organ. Es produziert das Enzym Aromatase, das Testosteron in Östrogen umwandelt. Der Mann „verweiblicht“ hormonell, was die Lust direkt killt.
Der „Leistungsdruck-Loop“: Angst vor dem Versagen beim nächsten Mal. Einmal nicht „gekonnt“ führt zu Stress beim nächsten Mal, was wiederum die Gefässe verengt – ein Teufelskreis aus Versagensangst und körperlicher Reaktion. Noch schlimmer, wenn nachfolgender Punkt zutrifft:
Beleidigungen durch die Partnerin: Durch die Ex, die Partnerin oder auch die gängige Beleidigung «Schlappschwanz» können zu gravierenden Störungen des Selbstbildes führen. Wenn ein Mann im Bett mal nicht so performen konnte, wie es gewünscht war, kommt es leider immer wieder vor, dass Frauen entweder beleidigend, abweisend oder mit Heulkrämpfen reagieren. In diesen höchst sensiblen Momenten des Mannes ist dies natürlich pures Gift. Selbst wenn der Mann dies augenscheinlich überwunden hat, kann der Körper sich querstellen und später die Libido als Schutzreaktion senken.
Vergangene Traumata: Es muss nicht immer der Super-GAU gewesen sein. Bereits kleinere Erlebnisse können Jahre später zu Erektionsstörungen oder Libidoverlust führen – selbst dann, wenn der Mann es bewusst vergessen hat.
Fehlende „Männerzeit“: Männer brauchen oft den Spiegel anderer Männer, um ihre maskuline Energie aufzuladen. Wer nur noch zwischen Büro und Alltag pendelt, verliert diesen Zugang.
Chronische Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Adipositas, chronische Schmerzen oder Krebs reduzieren Energie, Stimmung und sexuelle Lust.
Hormonstörungen (Schilddrüse, Prolaktin) sowie Vitamin- und Mineralstoffmängel können Antrieb und Libido dämpfen.
Depression, Ängste, geringes Selbstwertgefühl und Erschöpfung führen oft dazu, dass generell kaum Interesse an lustvollen Aktivitäten – inklusive Sex – besteht.
Beziehungskonflikte, fehlende emotionale Nähe, ungelöste Kränkungen oder fehlende Kommunikation über Wünsche reduzieren bei vielen Männern das Begehren auf die Partnerin.
Entwicklungen zu (ausseralltäglichen) Fetischen: Nicht immer muss es die exotische Vorliebe sein wie der Mann, der insgeheim wünscht, dass die Frau Flossen im Bett trägt (ja, sowas gibt’s). Auch die Fixierung auf ein bestimmtes Körperteil kann den Mann selbst verwirren oder durch seine eigenen Werte oder die der Gesellschaft von sich trennen. Wer insgeheim Lust auf etwas hat, das die Gesellschaft als verstörend wahrnimmt, will sich ggf. selbst wieder normalisieren und drosselt sich selbst und somit auch die Lust. Oder aber die Fixierung auf ein Objekt hat so überhand genommen, dass ohne dieses kein Begehren mehr aufkommt.
Alkoholkonsum & Rauchen: Ja, Alkohol befeuert oft die Lust, kann sie aber auch senken, immerhin ist es ein Nervengift. Rauchen: Egal ob mit oder ohne «Kräuterchen», Rauchen kann die Libido senken. Oder wer kennt es nicht: Der Raucher, der „nur noch kurz eine Zigarette rauchen will“ und schwups ist eine Stunde und mehr mit vollem Aschenbecher vorbei. Der Mann ist müde und will nur noch ins Bett.
Anderer Tageszyklus: Es kann sein, dass dein Partner in einem völlig anderen Tageszyklus lebt, als sein natürlicher Zustand wäre. Bspw. Nachtschichtarbeit, aber auch wenn ein Mensch von Natur aus ein „Abendmensch“ ist, aber aufgrund von beruflichen oder familiären Gründen früh morgens aufstehen muss, ist er abends platt. (Dies kann bspw. gerade im Face Profiling herausgelesen werden, sowohl die körperliche als auch die mentale Energie, aber auch die Stärke der Grundlibido und die Art des Genussverhaltens. Mehr dazu auf meiner Website unter Face Profiling.) By the way: Ist die körperliche Energie verbraucht, verkehren sich vorherige Stärken gerne mal in Schwächen, bspw. Geduld.
Schlafstörungen (inkl. Schlafapnoe) können die Schlafqualität und die Sauerstoffaufnahme hemmen. Ich habe einen Mann indirekt begleitet, der aber auch das Gegenteil erlebte: Durch eine Schlafapnoe veränderte sich sein Testosteronwert auf unnatürliche Höhe. Sein Körper veränderte sich extrem: Er baute Muskelmasse auf, auch ohne nur einmal ein Gewicht gestemmt zu haben. Muskelberge wuchsen, ja sogar sein Genital ist um das Doppelte angewachsen, sodass er massive Probleme im Alltag mit Kleidung hatte: Shorts waren alle an den Armen zu eng, passende starrten auf die Ausbeulung in der Hose. Und seine Libido – die ging durch die Decke. So sehr, dass es eine massive Belastung für ihn und seine Partnerin wurde. Die Gedanken drehten sich nonstop um Sex, in einem Ausmass, das für Karriere, Beziehung und ihn als Persönlichkeit langsam zur Bedrohung wurde: Mit einer Mitarbeiterin alleine im Lift wurde für ihn zur echten Herausforderung. Glücklicherweise konnte am Ende eine Diagnose erstellt und eine erfolgreiche Behandlung eingeleitet werden.
Asexualität: Dies ist jedoch nicht von heute auf morgen, denn sie ist angeboren und muss klar von Libidoverlust unterschieden werden. Wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass es sich um eine stabile Orientierung handelt (ähnlich wie Hetero-, Homo- oder Bisexualität). Menschen mit Asexualität erleben keinen Leidensdruck ohne Sex.
Religiöse Gründe und Werte: Es gibt Glaubensrichtungen, aber auch persönliche Einstellungen und Werte, die Sexualität bspw. einzig und allein für die Kinderzeugung vorsehen. Sind alle Kinder gezeugt, ist die Lust weg.
Auch erlebe ich es immer wieder, dass Männer ein persönliches Thema mit Frauen haben. Von unbewusstem Frauenhass (bspw. ausgelöst durch eine narzisstische Mutter oder eine fürchterliche Beziehung mit einer Ex) können starke Abneigungen gegen Frauen auslösen, die nicht immer sichtbar, aber in der Sexualität durch Lustlosigkeit zum Vorschein kommen.
Bedürfnis nach Dominanz oder Unterwerfung: Neben Fetischen kann auch Rollenspiel sowie Kontrollverlust und Machtübernahme ein Thema von sexueller Lustaktivierung sein. Fehlt diese, so ist keine Lust da. Erfüllt die Partnerin keine authentische Rolle im Liebesspiel, gibt es für den Mann bspw. keinen Anreiz.
Körperfigur, Geruch, Aussehen, fehlender Kick: Egal ob der Mann hübsche Dessous braucht, eine erotische Stimme, ein bestimmtes Körperideal – selbst wenn er es nicht zugibt oder aber offen dazu steht, kann es sein, dass die Partnerin nicht seinem Beuteschema entspricht.
Beuteschema und Erotisches Kernthema: Beispielsweise die vier Ecksteine der Lust (Sehnsucht & Grenzen, Verbote verletzen, Suche nach Macht, Einbeziehung von Ambivalenz) sowie Wut als Aphrodisiaka können eine Rolle spielen und ob er Lust oder Unlust empfindet – übrigens genauso bei Frauen. Wer sein Beuteschema und sein erotisches Kernthema kennt, der kann besser verstehen, was warum wie anziehend wirkt
- Tipp: In meinem Wissensarchiv habe ich diverse Videos zum Thema Lust)
- Und hier ein Video zum Thema "Lust, Begehren & Geilheit (sexuelle Diskordanz)".
Orgasmus, der schmerzt: Ich habe Klienten begleitet, die bei jeder Erektion oder jedem Orgasmus körperliche Schmerzen hatten. Beispielsweise wegen OP-Narben am Glied oder aber wegen Verletzungen. Aber auch die Angst vor einem bestimmten Orgasmus, der die gesamte Kontrolle verlieren lässt, kann hemmen. Es gibt Höhepunkte, die Frauen squieten (abspritzen) lassen oder auch Männer in völligen emotionalen Kontrollverlust hineinfallen lassen. Nicht jeder wünscht sich das. Auch wenn bspw. Emotionen wie Trauer mit Tränen, Schreien oder Lachkrämpfen dabei entstehen können, können diese mitunter sehr verwirrend sein. (Im Wissensarchiv habe ich einen sepraraten Ordner zum Thema Orgasmen.)
Überwältigt sein von der Frau: Nicht wenige Männer haben bei bestimmten Sexstellungen Hemmungen: wenn sie oben sitzt oder er sie von hinten nimmt. Manche haben aber schlicht auch nicht die körperliche Kondition und fühlen sich dadurch unmännlich. Auch begleite ich Männer, denen es sehr unwohl war, wenn die Frau laut oder ungestüm war. Aber genauso, wenn sie stumm wie ein Fisch und regungslos wie ein Brett war und er so keine Resonanz für die Qualität oder das Wohlsein der Frau hatte.
„Sie quatscht zu viel“: Manche Männer mögen es nicht, wenn beim Vorspiel oder beim Sex geredet wird. Oder wenn sie eine kindliche Sprache braucht mit Kichern und er das nicht ab kann. Genauso wenn sie ihn anfeuert „gib’s mir!“ oder „mehr, mehr, tiefer, tiefer!“ und er sich wie ein maschineller Rammbock vorkommt.
Kuschelkurs: Wenn sie gefühlt stundenlang kuscheln will, bis es für ihn zur Sache geht. Manche Männer „hängen ab“, weil er dauernd wenig und drei Tage für sie alles körperlich vorbereiten muss, bis er in sie stechen darf.
Too much: Immer mehr, vor allem in der spirituellen Bubble beobachte ich, dass Männer lieber vor dem Sex meditieren wollen, bei sich einchecken müssen und ankommen wollen, damit sie dann in Herzverbindung gehen können, bevor sie intim mit der Frau werden. Was auf dem Papier nach Romantik und tiefen Erlebnissen klingt, kann aber im Alltag auch ein Lustkiller werden. Wer immer zuerst den Mondkalender prüfen muss, ob heute die Energien kohärent sind und jedes Brotkrümelchen aus dem Bett für ein besseres Chi entfernen muss, der kommt selten spontan in Stimmung.
Sex ist schlecht: Schlicht und ergreifend erlebt er nicht die Qualität, die er als guten Sex empfindet. Egal ob Dauer, Art, Zeitpunkt oder Genussqualität des Orgasmus oder der Leistungserbringung „zuerst muss sie kommen, bevor er kommen kann“ oder aber auch Menschen-Typen von „Hauptsache der Mann spritzt ab“. Wenn die Frau dann ihm mitteilt, dass sie auch auf ihre Kosten kommen will, kann das für ihn je nach dem eine Lustblockade sein. (Hier findest du einen Kurs für erotische Genital- & Po-Massagen. Ideal für Paare, aber auch, um die eigene Sinnlichkeit in die Hand zu nehmen, Wort wörtlich.)
Konkurrenz im Bett: Wenn sie einen Schauspieler, muskulöse Influencer oder den Nachbarn heiss findet, kann das den Mann in seinem Selbstwert hemmen. Genauso wie der nächste Punkt: Endgegner Womanizer. Vibratoren, Sauger und andere Sextoys können für Männer eine echte Konkurrenz sein. Kein Mann kann Nerven so anregen wie ein Vibrator mit Dauerfunktion. Manche lassen sich davon derart entmutigen, dass selbst wenn sie alles beim Oralverkehr gegeben haben und die Frau dennoch mit dem Dildo es sich selbst besorgen muss, die Lust killt. Mensch gegen Maschine ist eben nicht nur bei KI ein Thema. Aber auch Gedanken, dass ihr Expartner besser oder attraktiver war kann die Lust schwinden lassen.
„Ich bin nur der Dienstleister“: Nicht nur Frauen kennen dieses Gefühl, sondern auch Männer. Wer sich nicht gesehen und respektiert fühlt, entfernt sich vom Gegenüber.
Zum Glück sehr selten, aber die traurige Wahrheit von Kinderpornografie und Pädophilie. Nein, nur weil ein Mann keine Lust auf die eigene Frau mehr hat oder eine andere Frau im entsprechenden Alter, bedeutet dies nicht, dass er auf Jüngere oder gar Kinder steht. Aber leider, so wie wir aus den Medien immer wieder erfahren, kann dies mitunter ein Grund sein.
Fazit:
Libidoverlust ist selten ein einzelner Grund. Meist ist es ein Zusammenspiel aus Körper, Psyche, Beziehung und Lebensstil.
Und genau deshalb braucht es mehr als „einfach mal wieder Sex haben“.
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💡 Solltest du eine Frau kennen, die über dieses Phänomen (zu Recht) klagt, sende ihr gerne diesen Text weiter.
Denn sie leidet genauso wie Männer, die keine Paarintimität erleben.













