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Wenn der vergessene Krieger den weiblichen Schossraum sucht.

  • 18. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 19. Juli

 



Sobald die Kinder nicht mehr im «touchy»-Alter sind, wird Körperberührung leider auch in Beziehungen sehr, sehr rar. Das sagen mir nicht nur ältere Menschen, sondern auch Männer mittleren Alters. Denn nicht nur Frauen holen sich Körperkontakt bei den Kindern, auch Herren: Wenn sie abends die Einschlafbegleitung machen oder später auf dem Sofa, wenn man die Beine des heranwachsenden Sprösslings über die eigenen Oberschenkel liegen hat.

 

«Ich vermisse Berührungen», sagten mir Männer bei den Hight Prise Erotikmassagen. Teils hochattraktive, erfolgreiche Männer, die verheiratet waren.

Aber zu Hause und in der Gesellschaft werden sie übersehen. Übrsehen, dass auch der starke Krieger den weichen Schoss der Frau vermisst.

Und dies nicht mal immer im sinnlichen Kontext. Meist suchten Männer insgeheim eine lange, tiefe, ehrliche Umarmung.


Oder wie ein junger Mann es mal treffend in einem Gespräch sagte: «Der Krieger sehnt sich nach dem Kampf nach der weichen Brust der Frau.» Es geht darin nicht um einen Mamakomplex. Sondern die Sanftheit, Güte und Wärme des Weiblichen. Da wo er sich erholen und auftanken kann.

So wie bei der Pietà-Skulptur, die an die Mütterlichkeit Marias erinnert. Hierbei geht es klar nicht um Mama-Sex, sondern um den weiblichen Schutzraum.



Der Krieger lebt die harte Männlichkeit. Früher bei Konflikten und auf der Jagd. Heute im Berufsalltag und auf der Autobahn. Er soll zwar smart und smooth sein, wenn er den «Softie» zuhause gibt, damit sich die Frau nicht bedroht fühlt. Jedoch kann auch ein harter Brocken, wenn die Weiblichkeit ihn willkommen heisst, ganz zart werden. Er kann in ihrem Schoss auftanken, sich in ihren Armen ausruhen und gerade durch das loslassen Männlich sein. Leider ist das ein Luxus den nur wenige Männer haben. Dann, wenn die Frau noch frisch verliebt ist.



Der Samurai und die innere Ordnung

Früher, als Samurai aus Schlachten zurückkehrten, legten sie oft Zen-Gärten an. Sie ordneten im Aussen, was innen im Chaos war. Nicht zuletzt ordnen sich viele Männer durch die weibliche Wärme, wenn sie denn zugänglich ist.

Es öffnet ihr Herz und bringt Heilung und Wohlwollen zurück in das Herz des Kriegers.

 

Das erlebte ich auch in den Berührungsreisen als Erotikmasseurin: Der Orgasmus war ein nette Zugabe.

Vielen ging es in Wahrheit darum in den Kelch der Weiblichkeit einzutauchen.

Was vielleicht sogar in Metaphern in der Bibel mit Maria Magdalena angedeutet aber später verdrängt wurde.

 

Heute sind wir jedoch so gepolt, dass jede (rare) Berührung zu Sex hinausläuft oder die sexuelle Kraft befeuert. Wenn wir jedoch wieder lernen, dass Berührungen auftanken, Seelenfrieden und eine Pause des Krieges bedeuten kann dies wieder vermehrt bewusster und dankbarer angenommen werden.

 

Es gab immer eine Körperstelle, wo Männer, wenn sie bei mir in Berührungsreisen waren am meisten Emotionen hervorkam. Oft flossen gar stille Tränen:

Immer dann, wenn ich mich auf sie legte, ihnen ganz nah war und mit meinem Handrücken ihre Wange sanft streichelte.

 

«Ich weiss nicht, wann ich das das letzte Mal erlebt habe», hörte ich Kunden sagen. Aber auch: «Seit meiner Kindheit hat mich niemand mehr so liebevoll berührt. An der Wange war das wohl das letzte Mal, als Mama mich irgendwann einmal da gestreichelt hatte.»

 

Mehrere Jahrzehnte ohne Berührung.
Wir denken da an Witwer im Rentenalter. An hässliche Frauen. An Menschen, die in der Gesellschaft «unsichtbar» sind. Dabei sind es Menschen in deinem Haushalt. In deinem Spiegelbild.

 

Was du tun kannst:

 

Um nicht zu vereinsamen, hat der Körper einen genialen Trick: Auch wenn man sich selbst nicht küssen kann, so hilft es dem Nervensystem, wenn du die Arme verschränkst und dir die Oberarme streichelst, so als ob du kalt hättest.

 

Dies machen Menschen meist intuitiv, wenn sie Schutz oder Beruhigung brauchen. Z. B. nach einem Schockmoment, wenn man an einem Autounfallort steht. Oder wenn man mehr oder weniger intime Gespräche führt, machen das gerade Frauen oft unbewusst. Männer tun dies eher einarmig, wenn der eine Arm locker oder im rechten Winkel ist und die Hand des anderen Arms über den Bizeps und Oberarm streift.

 

Versuch es für eine Minute oder länger - und schau, wie du ruhiger wirst. Wie du mehr in dich kehrst.


Dir alles Liebe,

Marina



Text mit Menschenliebe verfasst, Ahuptbild mit digitalen Ressourcen erstellt.






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